29. Juni - 4. Juli 2025
1) USA wollen Treibhausgase nicht mehr als gesundheitsschädlich einstufen
Die US-Regierung unter Donald Trump plant, die bisherige Einstufung von Treibhausgasen als gesundheitsschädlich aufzuheben. Diese sogenannte „Gefährdungsfeststellung” bildet seit 2009 die rechtliche Grundlage für zahlreiche Klimaschutzgesetze, etwa zur Regulierung von CO2-Emissionen aus Verkehr und Kraftwerken. Die Umweltbehörde EPA argumentiert, CO2 sei kein Schadstoff im eigentlichen Sinne – ein Kurswechsel, der massive Auswirkungen auf den US-Klimaschutz hätte. Umweltverbände haben bereits rechtliche Schritte angekündigt. Die Maßnahme steht im Kontext einer breiten Rücknahme von Klimaschutzvorgaben, inklusive eines erneuten Rückzugs der USA aus dem Pariser Klimaabkommen.
2) Extreme Hitze in Türkei und Iran: Rekordtemperaturen und Wasserkrise
In der Türkei und im Iran sorgt eine massive Hitzewelle für extreme Temperaturen mit weitreichenden Folgen. In der türkischen Stadt Silopi wurden am Freitag 50,5 Grad Celsius gemessen – ein neuer Landesrekord. Gleichzeitig kämpfen Feuerwehrkräfte gegen Waldbrände, Dörfer wurden evakuiert und in Urlaubsregionen gelten bereits Wasserverbrauchsbeschränkungen.
Im Iran stiegen die Temperaturen in der Provinz Chuzestan sogar auf 51 Grad Celsius. Die Hitze trifft das Land mitten in einer schweren Wasserkrise: Rund 80 Prozent der Stauseen sind nahezu leer, in vielen Städten gibt es stundenlange Wasserabschaltungen. In Teheran warnen Behörden vor einer drohenden „Krise leerer Stauseen” im Herbst. Auch Sandstürme und schlechte Luftqualität werden erwartet.
Zum Weiterlesen: Spiegel, Zeit,
3) Wärmepumpen erstmals meistverkaufte Heizung in Deutschland
Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Deutschland rund 139.000 Wärmepumpen verkauft – ein Anstieg um 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Erstmals liegt damit die Wärmepumpe voraussichtlich vor Öl- und Gasheizungen. Vor allem ab April stieg die Nachfrage stark an.
Branchenverbände sehen darin eine klare Entscheidung vieler Hausbesitzer*innen für klimafreundliches Heizen. Gleichzeitig warnen sie vor politischen Unsicherheiten: Die künftige Ausgestaltung der Heizungsförderung sowie die angekündigte Abschaffung des Heizungsgesetzes könnten den Aufwärtstrend gefährden. Aktuell werden Wärmepumpen noch mit bis zu 70 Prozent bezuschusst.
Zum Weiterlesen: taz, Energiezukunft
Als Quelle für diese Version von Klimahochdrei habe ich folgende Auswahl an Online-Medien verwendet: taz, Zeit, Energiezukunft, und Spiegel.
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